Die Carola-Blume-Schule

Die Carola-Blume-Schule ist eine private Schule, die vom Paritätischen Bildungswerk, LV Baden-Württemberg e. V. gegründet wurde. Die Carola-Blume-Schule bereitet interessierte Frauen und Männer gründlich auf die Schulfremdenprüfung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher vor. Schulleiter ist Martin Link, Diplom Pädagoge. (Bild)

Der erste Kurs fand bereits vor über zwanzig Jahren statt und wurde seitdem vom Paritätischen Bildungswerk, LV Baden-Württemberg e.V. regelmäßig angeboten. Die Kursdurchführung liegt heute bei der Paritätischen Akademie Süd, einem Weiterbildungsträger des Paritätischen in den südlichen Bundesländern, die Schulträgerschaft beim Paritätischen Bildungswerk.

 

Wer war Carola Blume?

Unsere Schule haben wir nach Carola Blume benannt, um die Erinnerung an eine engagierte Frau wachzuhalten, die viel für die Bildung von Frauen getan hat.

Carola Blume wurde am 6. Juni 1899 in Neudenau/Hohenlohe als Carola Rosenberg geboren. Sie entstammte einem jüdischen Elternhaus, das Wert darauf legte, dass die Tochter „es mal zu etwas bringen“ würde. Ganz ungewöhnlich für die damalige Zeit konnte sie das Realgymnasium für Jungen (!) in Heilbronn besuchen und dort 1919 ihr Abitur ablegen. Nach dem Abitur studierte sie in Heidelberg. Sie befasste sich mit literarischen Fragen, aber auch mit Volkswirtschaft, schrieb Gedichte und begann, sich für die „Frauenfrage“ zu interessieren. Sie heiratete den Stuttgarter Schriftsteller Bernhard Blume. 1924 wurde Carola Blume die Leitung der neuen Frauenabteilung der Stuttgarter Volkshochschule angeboten, was sie annahm und ein Bildungsprogram speziell für Frauen entwickelte, das in ganz Deutschland Beachtung fand. Sie wollte die Allgemeinbildung von Frauen, vor allem von benachteiligten Frauen fördern. Die Kurse fanden nicht nur in der Volkshochschule statt, sondern auch dort, wo die Frauen arbeiteten, z. B. in den Großbetrieben wie Bosch.

1933, nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus wurde sie jedoch entlassen, weil sie Jüdin und Kommunistin war. 1935 gelang es ihr, in die USA zu emigrieren. Ihr Mann und ihre beiden Kinder folgten etwas später nach und konnten so überleben. Ihr Vater und andere Familienmitglieder hingegen wurden in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ermordet. Carola Blume und ihrem Mann gelang es, in den USA beruflich Fuß zu fassen, was nicht alle Emigranten damals schafften und wurden dort heimisch. 1987 starb Carola Blume in San Diego.

Sie hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass der Zugang zu Bildung für Frauen heute etwas ganz selbstverständliches geworden ist. Deshalb heißt unsere Schule nach ihr.